Online vs. Offline – Kein einseitiger Kampf

offline vs online

Wie modernes Marketing den Vertrieb unterstützt

Wenige Dinge können einem Vertriebler das Leben so sehr erleichtern, wie wenn das eigene Unternehmen starkes Marketing betreibt. Doch heute ist genau dieser Markt schwer umkämpft: Besonders im Online-Marketing Bereich überschlagen sich Agenturen und selbsternannte Berater mit den neuesten Möglichkeiten, die sie zu teils horrenden Preisen anbieten. Deshalb gewinnt besonders qualitativ hochwertiges Offline-Marketing wieder an Bedeutung. Wir wagen heute den Vergleich: Was bringt Marketing online und was offline?

Offline – seit langem bekannt, noch immer nicht rückständig.

Zunächst muss gesagt werden und klar sein, dass die Grenzen zwischen online und offline Werbung zunehmend verschwimmen. Generell bezeichnet man Marketing-Methoden dann als offline, wenn sie sich nicht auf ein digitales Format beziehen. Dennoch können sie digital stattfinden. Ein Beispiel hilft, das zu verstehen:

Ein QR-Code wird offline abgedruckt, muss aber mittels Smartphone gescannt werden, um seinen Zweck zu erfüllen. Deshalb ist er eine Variante des Online-Marketings. Ein TV-Spot ist offline im regulären Fernsehen verfügbar, aber möglicherweise auch online zu finden. Dennoch rechnet man ihn dem Offline-Marketing zu.

Gerade offline bieten sich einige Möglichkeiten, möglichen Kunden nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben. Stimmige Werbegeschenke eignen sich hervorragend, um sie Interessenten nach einem guten Gespräch in die Hand zu drücken: Als Zeichen der Sympathie und als ein kleines „Vergissmeinnicht“. Durch die Wahl der richtigen Geschenke kann ein positiver Eindruck weiter verstärkt werden. Die meisten Menschen haben nämlich schon genügend zweitklassige Kugelschreiber mit den Namen irgendwelcher Firmen darauf.

Offline Marketing

Hier zahlt es sich aus, in hochwertige Werbegeschenke professioneller Partner zu investieren. Diese sollten aber nicht nur wahllos teuer sein, sondern zum eigenen Geschäftsmodell passen: Ein Schlüsseldienst kann beispielsweise individuell bedruckte Schlüsselbänder verteilen. Damit gehen mehrere Effekte einher: Einerseits vermittelt man Interessenten die Botschaft „Wir wünschen dir, dass du uns niemals brauchst!“, was gerade Schlüsseldienste sympathisch darstellt, andererseits ist die Wirkung nahezu genial: Wenn der Interessent später seinen verlorenen Schlüssel beschreiben will, wird der erste Satz nämlich sein, dass er an einem Schlüsselband der Firma X hängt. So weiß der Kunde sofort, an wen er sich wenden kann, wenn der Schlüssel nicht wieder auftaucht.

Die Vorteile von offline stattfindender Werbung sind also offensichtlich: Sie ist im besten Fall sehr persönlich und auf den Kunden zugeschnitten. Nicht zuletzt deshalb haben erfahrene Vertriebler immer mehrere Werbegeschenke für mögliche Kontakte dabei. Denn mit einer individuellen Ansprache wirkt das eigene Unternehmen viel sympathischer, als wenn ein möglicher Kunde nur ein Online-Werbebanner nach dem anderen wegklicken muss. Je nachdem in welcher Branche man selbst tätig ist, kann Offline-Marketing sogar absolut unverzichtbar sein! Besonders ältere Menschen schauen öfter in die Tageszeitung als in ihren Email-Account, wenn er denn vorhanden ist.

Aber nicht nur Kampagnen in Magazinen und kleine Geschenke sind Formen des Offline-Marketings: Der gesamte Unternehmensauftritt, die sogenannte Corporate Identity, ist heutzutage Bestandteil des Marketings. Dabei ist aus Unternehmenssicht vor allem auf eines zu achten: Einheitlichkeit. Das gilt auch für den Vertrieb. Wer beispielsweise besonders nachhaltige Elektrogeräte verkauft, aber in einem alten Diesel zum Kunden fährt, fällt negativ auf. Das Gesamtbild muss stimmen. Weder sollte der Versicherungsvertreter Sportklamotten anhaben, noch der Gärtner einen zweireihigen Anzug. Achtet ein Vertriebler nicht auf solche vermeintlichen Kleinigkeiten, wird das erste erfolgreiche Verkaufsgespräch ein ewiger Traum bleiben.
Hier haben wir einige typische Offline-Marketing-Tools zusammengetragen:

  • Außenwerbung (Plakate, Banner, etc.)
  • Messeauftritte
  • Printanzeigen
  • Radiospots
  • Sponsoring, beispielsweise von Sportmannschaften
  • Stimmige Give-Aways/Werbeartikel
  • TV-Werbung

Online – so neu und trotzdem fast ein alter Hut.

Wer an Werbung im Internet denkt, dem fallen oft zuerst die Negativ-Beispiele ein: Nervige Werbebanner, schlimmstenfalls mit Ton, die man erst nach einigen Sekunden schließen kann. Oder aufdringlich blinkende Anzeigen am Rand bekannter Social-Media-Plattformen, die auf Dauer Kopfschmerzen verursachen. Dabei gibt es unzählige neuere, modernere und weniger aufdringliche Methoden, Kunden online auf die eigenen Produkte aufmerksam zu machen. Für Vertriebler dürften besonders S(earch)E(ngine)A(dvertising), S(earch)E(ngine)O(ptimization), Affiliate-Marketing, und Influencer- oder Social Media-Marketing hilfreich sein.

Online Marketing

Daneben kann die gesamte Online-Präsenz eines Betriebs auch als Online-Marketing bezeichnet werden. Denn die bereits angesprochene Corporate Identity muss online genau so präsent sein und eingehalten werden wie offline. Eine Gärtnerei kann gerne Bilder aus dem eigenen Garten oder von verdreckt schwitzenden Gärtnern einstellen. In einem Finanzvertrieb erwarten Kunden ein reinlicheres Erscheinungsbild. Generell hat das Online-Marketing darüber hinaus einige Vorteile zu bieten:

Werbe-Budgets können präzise geplant und vergeben werden, ohne dass plötzlich neue Kosten entstehen. Sogar die Zielgruppen, welche die Werbung sehen sollen, können sehr genau bestimmt werden. Das ist offline quasi unmöglich. Außerdem lässt sich der Erfolg einer Online-Kampagne dank digitaler Datenerfassung und -auswertung wesentlich besser quantifizieren als die Wirkung von Offline-Maßnahmen. Die im Internet herrschende Schnelllebigkeit ist allerdings eine Herausforderung für jeden Online-Marketer. Wegen zahlreicher Trends und täglicher Neuigkeiten in allen möglichen Bereichen, braucht man ein agiles Team, um eine nachhaltige Online-Präsenz aufzubauen und zu erhalten. Dabei sind besonders diese Tools beliebte Online-Marketingmethoden:

  • Affiliate-Marketing
  • Content-Marketing
  • Social Media-Marketing
  • SEA
  • SEO
  • Werbebanner

Daraus folgt: Die Mischung machts

Marketing kann weder online noch offline die Leistung eines guten Vertriebs übernehmen. Aber mit den richtigen Methoden lassen sich Marken schaffen und bekannt machen, was jedem Vertriebler die Arbeit erleichtert. Schließlich lässt sich Coca-Cola wesentlich einfacher verkaufen, als die selbstgemischte Brause, die niemand kennt.

Copyright Hinweis: © Adobe Stock patpitchaya, Artur, Mykyta

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