Inbound Marketing – Von Kunden finden lassen

Inbound-Marketing

Beim Inbound Marketing handelt es sich um eine spezielle Marketingmethode, die darauf ausgerichtet ist, dass das Unternehmen vom Kunden selbst gefunden wird. Inbound Marketing bildet den Gegensatz zum Outbound-Marketing. Dieses beinhaltet alle Maßnahmen, die darauf abzielen den Kunden bzw. Interessenten direkt anzusprechen bspw. durch telefonische Kaltakquise.

Was ist Inbound Marketing gemäß Inbound Definition?

Prinzipiell geht es beim Inbound Marketing darum durch hilfreichen Content (unter anderem Texte, Bilder und Videos) Kunden anzuziehen. Dem Kunden soll in jeglicher Phase des Kaufprozesses ein sinnvoller Mehrwert geliefert werden. Besonders gutes Inbound Marketing zeichnet sich laut Inbound Definition in diesem Kontext darüber aus, dass mögliche Käufer via Suchmaschinen, Social Media Auftritten oder auch Blogs von alleine kommen.


Das Instrument eignet sich im Übrigen ebenso dafür, dass man sich der Zielgruppe nicht aufdrängen muss, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Aufgrund der Tatsache, dass im Rahmen von einem guten Inbound Marketing gezielt Content erstellt wird, der qualifizierte Interessenten anspricht, folgt eine zielgerichtete indirekte Kundenansprache. Die Möglichkeit sich in diesem Rahmen als ein vertrauenswürdiges Unternehmen zu etablieren sind groß.

Phasen vom Inbound Marketing gemäß Inbound Definition

Im Rahmen der Inbound Definition können vier unterschiedliche Phasen benannt werden.

Man unterscheidet bei der Inbound Definition folgende Phasen:

– Das Anziehen
– Das Konvertieren
– Das Abschließen
– Das Begeistern

Meist werden diese auch in einem sogenannten Sales Funnel abgebildet.

Was ist Inbound Marketing in der Phase des Anziehens?

Unternehmen möchten ihre Marketingaktivitäten so zielgenau, wie möglich gestalten. So ist es nicht verwunderlich, dass die Marketingmaßnahmen prinzipiell darauf abzielen sollen, so viel, wie möglich Besucher auf die eigene Webpräsenz zu holen. Je gezielter das Publikum hierbei ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aus den Besuchern entsprechende Inbound Leads generiert werden können und später der Absatz steigt.
Das typische Inbound Marketing arbeitet in diesem Kontext mit den drei Basiselementen: Blogging, Content Strategie sowie Social Media.

Was ist Inbound Marketing in der Phase des Konvertierens?

Nachdem die Unternehmen auf sich aufmerksam gemacht haben, wird nun eine Leadkonvertierung vorgenommen. Um eine möglichst qualitativ hochwertige Leadgenerierung zu erzeugen, arbeitet man in diesem Bereich mit Formularen, Live-Chats bis hin zu persönlichen Meetings.

Was ist Inbound Marketing in der Phase des Abschließens?

Um nun die aufgenommenen Inbound Leads auch später zu tatsächlichen Kunden zu machen, müssen noch ein paar weitere Aktionen vorgenommen werden. Um eine Umwandlung von Inbound Leads in Kunden zu erzielen, finden unterschiedliche Vertriebstools Anwendung. Das ermöglicht es schneller Umsatz aus den einstigen Inbound Leads zu generieren. Zu den üblichen Vertriebstools in diesem Kontext zählen das Pipeline Management, das Lead Nurturing, das E-Mail Marketing sowie das automatische Lead Scoring.

Was ist Inbound Marketing in der Phase des Begeisterns?

Die Grundzielsetzung im Inbound Marketing ist den Interessenten und späteren Kunden ein einmaliges Erlebnis zu verschaffen. Da Kunden heutzutage sehr große Erwartungen an die Art und Weise stellen, wie sie genau behandelt werden möchten, ist es umso wichtiger deutliche Kundenmehrwerte zu bieten. Somit wird nicht nur ein Kunde, sondern vielmehr ein Fan und ein Fürsprecher für das Unternehmen gewonnen.
Langfristig gilt das Inbound Marketing als kostengünstige Maßnahme, denn durch die gezielte Annahme, dass man ein Netzwerk aus intrinsisch motivierten Interessenten erschafft, kann davon ausgegangen werden, dass publizierte Inhalte in den Netzwerken weiterverteilt werden. Die eigene unternehmerische Reputation kann in diesem Kontext weiter anwachsen. Parallel hierzu können sich die Unternehmen von den bezahlten Werbeplätzen zunehmend lossagen. Die Erstellung und die Pflege von interessantem Content ist jedoch mit Kosten verbunden.

Potenzial von Inbound Marketing

Grundsätzlich sprechen Experten davon, dass das Instrument des Inbound Marketings sogar das Potenzial besitzt Pay-per-Click oder auch die Bannerwerbungen abzulösen als meistverwendetes Instrument im Marketing. Es fallen bei der Nutzung dieses Instruments in Summe, trotz der Aufwendungen für die Content Erstellung und die Content Pflege wesentlich weniger Kosten an. Des Weiteren gilt diese Variante, um Kunden anzusprechen als eleganter im direkten Vergleich zu weiteren typischen Aktivitäten, die im Rahmen des Outbound-Marketings initiiert werden.

Die Instrumente

Das Inbound Marketing kann in folgende Teildisziplinen sowie Instrumente untergliedert werden:

– Content Marketing
– Public Relations (kurz PR)
– Guided Selling
– E-Mail-Marketing (z. B. innerhalb eines Sales Funnel)
– Social-Media-Marketing
– Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO
Lead Management
– Customer-Relationship-Management (kurz CRM)
– Conversion Optimierung

Vorteile vom Inbound Marketing:

– Es ist oft langfristig kostengünstiger als andere Marketingformen.
– Die Inhalte können einfach verteilt und wiederverwendet werden.
– Die Maßnahmen kann man mit langfristigen Investitionen gleichsetzen, die nachhaltig wirken.
– Es wird ein Fokus auf den Kundendialog gesetzt.
– Es passt sich den einzelnen Inbound Leads spezifischen Bedürfnissen an.
– Es werden die Interessen von allen Buying Centern berücksichtigt.
– Die Inhalte des Inbound Marketings verbreiten sich in der Regel von selbst.
– Inbound Marketing wirkt auf den Interessierten authentisch.
– Im Rahmen von Marketingauswertungen können die Maßnahmen auf ihren Erfolg hin überprüft werden.
– Es wirkt risikominimierend und vertrauensfördernd.
– Es stellt ein kostengünstiges Werkzeug im Marketingbereich für kleinere Unternehmen dar.

Nachteile vom Inbound Marketing:

– Das Instrument des Inbound Marketings kostet Zeit. Die Bearbeitung und auch messbare Erfolge sind langfristig zu sehen.
– Eine gute Social Media Präsenz ist notwendig, um auf der Onlinepräsenz Traffic zu erzeugen.
– Um ein nachhaltiges Inbound Marketing zu erzielen, sind zahlreiche unterschiedliche Kompetenzen und Manpower notwendig.
– Dieses Instrument bedarf zwingend einer Strategie bei der Umsetzung.

Grundsätzlich sollte Abstand von entsprechenden unternehmerischen Maßnahmen genommen werden, wenn die Entscheidungsprozesse im Marketingbereich des Unternehmens sehr langatmig und komplex sind oder es im Unternehmen keine eigene Kompetenz in der Content Erstellung gibt. In einem solchem Fall sollte stets eine professionelle Agentur hinzugezogen werden.

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