NLP Neurolinguistisches Programmieren – Die Kommunikationstechnik im Detail

NLP

Neurolinguistisches Programmieren, kurz NLP, ist eine Disziplin der Kognitions- und Verhaltenswissenschaften und setzt sich aus den Begriffen „Neuro“, „linguistisch“ und „programmieren“ zusammen.

Was ist NLP?

• Neuro: Das Wort Neuro in Neurolinguistisches Programmieren steht für das Nervensystem und neurologische Prozesse, also Vorgänge im menschlichen Gehirn, im Rückenmark auf Grund von Sinneswahrnehmungen. Das Verhalten des Menschen wird von jenen Vorgängen beeinflusst. Der Mensch nimmt die Welt über Reize der Sinnesorgane wahr und reagiert auf diese, wodurch das Denken, die Wahrnehmung und das Fühlen vom Nervensystem abhängig sind. Durch NLP sollen Muster und Gefühle mit dem Menschen in Einklang gebracht werden. Der Mensch soll die Möglichkeit haben, sich zielgerichtet zu verändern.

• Linguistisch: Das Wort linguistisch leitet sich von „Lingua“ (lat. für Sprache) ab und zielt darauf ab, dass Menschen im Zuge von NLP mit Sprachmustern arbeiten. Eine Person kommuniziert nach außen mit ihrer Umwelt, aber auch nach innen mit sich selbst. Diesbezüglich hat schon Philosoph Paul Watzlawick erkannt, dass der Mensch nicht nicht kommunizieren kann. Trotzdem kommen nicht alle Informationen so beim Gegenüber an, wie sie von uns ausgesendet wurden. Um diese Barrieren in der Kommunikation zu überbrücken, sind gerade in einem Verkaufsgespräch fortgeschrittene Kommunikationsmethoden nötig.

• Programmieren: Programmieren ist eine systematische Tätigkeit, die im Zusammenhang mit der IT das Erschaffen von Computerprogrammen, basierend auf Verfahren und Abläufen, beschreibt. Das Neurolinguistische Programmieren sieht das Gehirn als einen intelligenten (Bio-)Computer, welcher nach bestimmten Programmen funktioniert. NLP hilft dabei, jene Programme zu verändern und diese positive Veränderung beizubehalten. Es geht beim NLP somit um Veränderungsarbeit mit Hilfe von Kommunikation. Der „Programmierer“, also der Mensch selbst, kann auf dieses Programm aufbauen und muss nicht jedes Mal von neuem beginnen.

Zusammengefasst kann zur Begriffsbeschreibung von NLP gesagt werden, dass das Neuro-linguistische Programmieren Vorgänge im Gehirn, basierend auf Handlungsanweisungen, mittels Sprache (z.B. durch Suggestionen) veränderbar sind. Abweichungen der ursprünglichen Abkürzung von NLP sind „Neues Lebendiges Praktizieren“ oder „Neue Lern-Prozesse“. Dennoch haben alle Beschreibungen das Neu-Erlernen gemeinsam.

NLP, welches bereits weltweit gelehrt und angewandt wird, soll es uns ermöglichen, unser Leben erfolgreicher und positiver zu gestalten. Es handelt sich um Tipps und Tricks, die jeder anwenden kann, der sein Erleben verändern und darauf basierend seine Kommunikation optimieren möchte. Es leitet sich vom Determinismus ab und nimmt daher an, dass alles, was in unserem Leben passiert, von uns beeinflussbar ist. Das Neurolinguistische Programmieren ist jedoch keine Wissenschaft, wie von vielen vermutet wird. Zwar wurden für die Entstehung des NLP Zusammenhänge zwischen dem menschlichen Denken und Fühlen sowie der Sprache und dem Verhalten erforscht, wissenschaftlich wurden diese jedoch nicht bestätigt. Hier setzen auch viele Kritiker an.

Wie funktioniert NLP?

Jeder Mensch unterscheidet sich von anderen in der Weise, wie er die Umwelt wahrnimmt, Informationen verarbeitet, handelt, kommuniziert, lernt und sich verändert. Das erklärt auch, warum sich eine Person in einer gewissen Situation unwohl fühlt (bei einer Präsentation vor vielen Zuhörern), während eine andere sich in dieser Situation entspannen kann. Das Erleben ist also subjektiv. Dennoch kann allgemein gesagt werden, dass wir mehr Potenzial und Handlungsmöglichkeiten haben, als wir in schwierigen Situationen wahrnehmen. Diese Handlungsmöglichkeiten und Potenziale bilden Ressourcen, auf die wir mit Hilfe von regelmäßigem NLP-Training zugreifen können, um die beste Lösung für die Situation zu finden. Wir versuchen also mittels NLP, unsere Fähigkeiten in jeder Situation optimal zu nutzen.

Neurolinguistisches Programmieren

Viele Menschen kennen das Problem: Schon beim Gedanken an eine Spinne stellen sich vor Angst die Haare am ganzen Körper auf oder durch die Stimme des Lehrers werden unangenehme Erinnerungen wach. Wir erinnern uns an Sinneswahrnehmungen, die unwillkürlich bestimmte Gefühle in uns aktivieren – wir haben diese bereits gespeichert: Beim erstmaligen Kontakt ist eine Kodierung erfolgt. Dasselbe passiert durch kulturelle Prägungen und familiäre Erziehung. Auf Basis einer Erfahrung, also anhand dieser Kodierungen, erleben alle Menschen die Welt unterschiedlich.

Diese Erkenntnis ist im Zusammenhang mit NLP extrem wichtig, denn wenn wir verstehen wie unser Gehirn funktioniert können wir im Gehirn verankerte Kodierungen aufbrechen und verändern. Des Weiteren kann, dank diesem Wissen, die zwischenmenschliche Kommunikation verbessert werden. Eine Kodierung kann positiv und deshalb förderlich oder auch negativ und folglich bremsend auf eine Person wirken. Die (unbewusst) gespeicherten Erinnerungen wirken sich also auf unser Tun und Denken im alltäglichen Leben aus.

Mit Hilfe von Sprachinstrumenten sollen im Neurolinguistischen Programmieren negative Erfahrungen und Bilder „umprogrammiert“ und aufgrund dessen auch unser Verhalten nachhaltig geändert werden. Es gilt also folglich, sich von negativen Kodierungen zu befreien – z.B. Ängste zu „verlernen“.

Ein Beispiel:
Nehmen wir an, eine Person soll möglichst nicht an einen rosaroten Elefanten denken. Was passiert? Genau, die Person denkt an den rosaroten Elefanten! Dasselbe passiert mit negativen Erlebnissen oder Erwartungen. Wir befinden uns in derselben Situation, die beim letzten Mal negativ ausgegangen ist. Wir erwarten wieder ein negatives Ereignis – unser Verhalten passt sich an diesen Gedanken an und wir gehen dem Ereignis negativ entgegen.

„Was passiert wenn…“ – In vielen Fällen stellen wir uns ein negatives Szenario vor, dass sich bereits beim Gedanken an das kommende Ereignis im Kopf abspielt.

„Was passiert, wenn ich der Beste darin bin?“ – Während wir uns diesen positiven Gedanken vorstellen, hat bereits die Veränderung begonnen. Denn schon allein die Vorstellung daran, bringt uns näher an das gewünschte Ergebnis. Obwohl diese Erklärung weit hergeholt klingt, lässt sich der Prozess, der durch das positive Denken entsteht, gut skizzieren:

NLP Übungen

Während wir NLP anwenden, aktiviert unser Gehirn möglichst viele Ressourcen, die wir bereits erlernt haben und die uns in schwierigen Situationen unterstützen sollen. Das Gehirn kommt in einen wenig angstbereiten Zustand. Diese angsthemmenden Synapsen werden bei Wiederholung immer stärker ausgebildet und stabilisieren sich – das Trainierte wird gefestigt. Befindet sich der Anwender in einer schwierigen Situation und hat er sein Gehirn darauf trainiert, ruhig zu bleiben, so tritt genau diese Situation auch ein.

NLP stellt also ein nachhaltiges Tool aus Fragetechniken und Mustern dar, das sowohl in unseren Beruf als auch in unser Privatleben integriert werden kann. Es soll uns dabei helfen, selbst herauszufinden, wie die Veränderung des eigenen Erlebens herbeigeführt werden kann und unser Erleben dadurch positiv gestalten. Durch z.B. immer wieder durchgeführte Suggestionen werden Veränderungen des Gehirns unter unserer Kontrolle erreicht. Emotionen sollen kreiert und unser Tun und Denken nachhaltig verändert werden. So schaffen NLPler es, sich persönlich zu entfalten und nebenbei ihre zwischenmenschliche Kommunikation sowie ihre Beziehungen zu anderen Personen zu verbessern. Wie das funktioniert? Unser Verständnis für zwischenmenschliche Kommunikationsmodelle wird nach und nach verfeinert, wodurch sich unsere Kommunikation deutlich verbessern kann.

Die Geschichte von NLP

NLP wurde von den Therapeuten Richard Bandler (Student) und John Grinder (Professor) in den 70er Jahren an der University of California entwickelt und kam erst im Jahr 1980 nach Deutschland. Im Zuge des Human Potenzial Movements wurde erkannt, dass der Mensch seine Lebensqualität durch die Entfaltung seines Entwicklungspotenzials optimieren kann. Die Idee zur Erforschung von NLP kam dadurch, dass es Unterschiede im Bezug auf den Erfolg von Psychologen gab, welche sich Bandler und Grinder nicht erklären konnten.

Im Zuge dessen wurden unter anderen erfolgreichen Therapeuten, der Gestalttherapeut Fritz Perls, Familientherapeutin Virginia Satir und der berühmte Hypnotherapeut Dr. Milton Erickson untersucht. Bandler und Grinder beobachteten die Sprache, verbale Prozesse im Zuge ihrer Modelle und ihr nonverbales Verhalten gegenüber dem Patienten. Alle drei Therapeuten wiesen trotz der Unterschiede in ihren therapeutischen Methoden Gemeinsamkeiten in der Therapie von Menschen auf. Auch Gruppenexperimente wurden zur Erforschung von NLP durchgeführt. Auf Basis der Beobachtungen wurden Anleitungen geschaffen, wie Laien die Psyche eines Menschen auch ohne psychotherapeutische Ausbildung gravierend positiv beeinflussen können.

Erst 30 Jahre nach der Veröffentlichung des Wissens über NLP, zeigte sich Frank Pucelik als dritter Gründer des Neurolinguistischen Programmierens. Er wurde damals aus dem Forschungsteam ausgeschlossen und ist somit weniger bekannt als seine Kollegen Bandler und Grinder.

Die innerhalb der Bewegung entwickelte Ansicht und Urform von NLP wurde bis heute extrem erweitert, wodurch Neuro-linguistisches Programmieren neben der Psychotherapie in unterschiedlichsten Lebensbereichen angewendet werden kann. Schon Bandler und Grinder versuchten NLP mit unterschiedlichen Disziplinen zu verknüpfen. Jedenfalls soll der Mensch seine Kommunikation und sich persönlich mit Hilfe von NLP weiterentwickeln. Dass NLP als die „Psychologie für Gesunde“ höchst wirkungsvoll ist, beweisen hunderttausende Anhänger weltweit. In Deutschland wird das NLP hauptsächlich von T. Stahl, G. Kutschera und B. Feustel praktiziert.

NLP – Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete von NLP sind sehr breit gefächert man möge fast meinen sie sind grenzenlos. Beruflich und privat profitieren NLPler von den Techniken des Neurolinguistischen Programmierens, denn unabhängig vom Kontext zeigt NLP uns Wege auf, um unsere Ziele zu erreichen oder uns weiterzuentwickeln. Egal in welchem Bereich NLP angewendet werden soll: Es ermöglicht uns, unsere Motivation zu steigern, unsere Kommunikation zu verbessern, unsere Gesundheit zu fördern uvm. Das sind ohne Frage Aspekte, von denen wir in jedem Bereich unseres Lebens profitieren können.

Mögliche Anwendungsgebiete von NLP sind zum Beispiel:

Gesundheitswesen
Das Ziel der Gesundheitsförderung ist es vorwiegend, dem Einzelnen ein glückliches und gesundes Leben zu ermöglichen. NLP schafft dies, indem es Anwendern mehr Selbstvertrauen schenkt und ihnen in schwierigen Situationen ermöglicht, auf innere Kraftressourcen zuzugreifen. Zudem profitieren Ärzte im Zuge ihrer Arbeit von einer guten Kommunikation und Menschenkenntnis.

Wirtschaft
In der Wirtschaft lässt sich NLP vor allem im Vertrieb, im Management und im Personalwesen einsetzen. Auch die verbesserte Kommunikations- und Präsentationstechnik wirkt sich positiv auf den beruflichen Erfolg aus.

Gerichtswesen
Eine gute Menschenkenntnis ist wichtig, wenn man täglich mit Menschen arbeitet – so auch im Gerichtswesen oder bei der Polizei. Reaktionen lesen zu können und Verhaltensmuster zu erkennen, sind dabei wichtige Fähigkeiten, die den Beruf eines Anwalts, Richters oder Polizisten erleichtern.

Pädagogik
Verschiedene Verhaltensmöglichkeiten und deren Gründe zu kennen, ist eine Ressource, aus der Pädagogen im Umgang mit schwierigen Kindern schöpfen können.

Förderung der Kreativität
Vor allem für die Förderung von Kreativität lässt sich NLP bestens einsetzen. Der Anwender lernt seine Einschränkungen im Leben zu überwinden und seinen Horizont zu erweitern.

Psychotherapie
Als Therapeut wirkungsvoll kommunizieren zu können, ist essentiell für eine erfolgreiche Therapie. Der Therapeut bringt seinen Patienten durch NLP dazu, seine Potenziale auszuschöpfen und störende Gewohnheiten sowie Ängste und Blockaden loszuwerden.

Wie man an den Beispielen deutlich sehen kann, kann uns NLP in verschiedenen Situationen weiterhelfen. Durch die Fähigkeit unser eigenes Erleben zu steuern und unsere Sinne optimal zu gebrauchen, sind wir privat sowie beruflich für schwierige Situationen gerüstet.

NLP in der Wirtschaft

In der Wirtschaft, vor allem im Vertrieb, profitieren Unternehmen von der Anwendung ausgefeilter NLP-Techniken. Führungskräfte, Verkäufer und Personalmanager machen sich mittels NLP Techniken zunutze, die sie in ihrer Aufgabe täglich unterstützen.

NLP basiert auf der Annahme, dass hinter jedem Verhalten, bewusst oder unbewusst, eine gute Absicht steckt. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, sollen Führungskräfte Mitarbeiter mittels Feedback statt destruktiver Kritik zu außergewöhnlichen Leistungen anspornen. Es geht darum, Anerkennung und Wertschätzung in die Führung von Mitarbeitern einfließen zu lassen. Das gelingt durch erlernte, wirkungsvolle Kommunikations- und Verhandlungstechniken. Des Weiteren fällt es Führungskräften dank NLP leichter, vertrauensvolle Beziehungen zu Mitarbeitern zu bilden, diese zu motivieren und kulturelle Barrieren zu überwinden. Zudem führen eine verbesserte Kommunikationstechnik und die Veränderung von festgefahrenen Haltungen und Einstellungen zur Vermeidung von Teamkonflikten und effektivem Team-Building. Auch das Erlernen von effektiven Handlungsstrategien unterstützt die Führungskraft in ihrer Aufgabe, Ziele zu bilden und Changeprozesse zu veranlassen.

NLP stellt nicht nur Führungskräften unterschiedliche Werkzeuge zur persönlichen Entfaltung und zur Verbesserung kommunikativer Kompetenzen zur Verfügung, sondern bietet auch Verkäufern und Personalmanagern ein breites Spektrum an Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Als Personalmanager ist es essentiell, eine gute Menschenkenntnis zu besitzen und Reaktionen sowie Verhaltensweisen lesen zu können. Einen Mitarbeiter danach auszusuchen, dass er optimal ins Team passt, ist diesbezüglich die Königsdisziplin. Sich als Personaler in emotionaler Intelligenz zu schulen, ist deshalb unerlässlich. Auch soziale Kompetenzen tragen dazu bei, ein angenehmes Betriebsklima zu unterstützen. Denn die optimale Teamentwicklung durch die Wahrnehmung der Stärken sowie Lernfehler von Mitarbeitern steigert die Unternehmens-Performance. Dank NLP steht der erfolgreichen Personalentwicklung nichts mehr im Wege.

Verkäufer müssen auf die Zielgruppe zugehen und diese von einem Produkt überzeugen. Ist der Verkäufer dem potenziellen Käufer nicht sympathisch, wird dieser das Produkt nicht kaufen. Das Aneignen von Kommunikationstechniken und Präsentationsvarianten kann hier zu einem erfolgreichen Verkaufsgespräch verhelfen.

Unternehmen profitieren von geschulten Mitarbeitern und Führungskräften. NLP ist somit ein großer Schritt in Richtung Unternehmenserfolg.

NLP und Kommunikation

Mit dem nun vorhandenen Hintergrundwissen lassen sich die Grundhaltung, die Wirkung und die Annahmen von NLP sehr gut skizzieren. Dass NLP die zwischenmenschliche Kommunikation verbessern soll, ist ebenso bereits klar. Wie genau das passiert, wird nun im Folgenden erklärt.

Der Ansatz von NLP zeichnet sich dadurch aus, dass Sprache und alles um sie herum, unsere Wirklichkeit bildet. Folglich kann diese Wirklichkeit durch die Veränderung der Sprache verändert werden. Wir können also erlernen, ein selbstbestimmtes und positives Leben zu führen, in dem wir unser Denken und Handeln selbst steuern.

Jeder von uns handelt so, wie es uns gewisse Erfahrungen, unsere Erziehung oder unser Glauben gezeigt haben. Dadurch versteht jeder das, was gesagt wird, auf Basis anderer Hintergrundinformationen und das Erleben jedes Menschen unterscheidet sich von dem eines anderen. Es kann also passieren, dass das Gesprochene anders verstanden wird, als es gemeint wurde, wenn der Sprecher, unbewusst oder auch bewusst, während des Gesprächs Informationen verzerrt. Um diese unterschiedlichen Realitätswahrnehmungen zu vereinen und Wahrnehmungsfilter aufzulösen, braucht es mittels NLP erlernte Kommunikationsmodelle. Essentiell für die zwischenmenschliche Kommunikation auf Basis von NLP ist es, das eigene Verhalten an das Verhalten des Gegenübers anzupassen. Dazu muss uns jedoch das eigene Verhalten bekannt sein. Es geht darum, Brücken zu bauen.

Ein Beispiel:
Beim Pacing will eine Person mit der anderen möglichst schnell in Kontakt kommen. Wie das Sprichwort „Gleich und gleich gesellt sich gern“ verrät, kommen wir schneller mit Menschen in Kontakt, die uns ähnlich sind. Im Unterbewusstsein entsteht eine Harmonie zwischen uns und einer Person, die uns gleicht – man ist unbewusst verbunden, was in der Fachsprache als „Rapport“ bezeichnet wird. Ein typisches Beispiel dafür ist die rosarote Brille: es passt alles am Gegenüber.

Um diese Methode zu nutzen, achten Sie beim ersten Gespräch nun bewusst auf Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Gegenüber. Bei einer zweiten Unterhaltung greifen Sie nun genau diese Punkte, die Sie verbinden auf und vertreten somit dessen Meinung. Die Meinung des Gesprächspartners wird in Folge dessen gepaced. Des Weiteren können Sie versuchen Ihren Gegenüber nachzuahmen, indem Sie zeitversetzt und unauffällig ebenso die Füße überschlagen oder den Kopf auf Ihre Hände stützen. Es entsteht ein Spiegelbild – Sie haben eine Gemeinsamkeit!

Unterschiedliche NLP-Techniken

NLP basiert auf dem Verständnis, dass hinter jeder Lösung eine Strategie steckt. Bereits im Zuge der Entwicklung des Neuro-linguistischen Programmierens wurden somit standardisierte Strategien im Kontext der Psychotherapie entwickelt, um therapeutische Interventionen zu strukturieren. Die ursprüngliche Form derer wird von Grundannahmen abgeleitet. Diese zusammenhängenden Schritte zur Intervention werden Formate oder Techniken genannt, welche die Bedienungsanleitung von NLP formen. Die ersten Formate nannten sich Anker-, Submodalitäts- und Refraimingtechniken. Klienten sollen nach exakt vorgegebenen Schritten therapiert werden, um das von ihnen gesetzte Ziel auch erreichen zu können. Dabei ist es wichtig, dass der Therapeut die Techniken flexibel und in Abstimmung zum angestrebten Ziel anwendet. Während anfangs lediglich leicht zu verwendende Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus Grundmaßnahmen für die Therapie entstanden, entwickelten sich mit der Zeit auch komplexe Techniken, die sich aus mehreren Formaten zusammensetzen. NLP-Techniken machen es möglich, dass der Therapeut nicht unbedingt wissen muss, welche Beschwerden der Klient aufweist. Der Therapeut kann ihm durch spezielle Fragetechniken jederzeit helfen.

In diesem Zusammenhang kommt das Modelling ins Spiel. Das Modelling überträgt Muster menschlicher Fähigkeiten, die bereits zum Erfolg geführt haben, in eine Strategie. Man lernt also von einem Vorbild. Das Modelling stellt eine Grundidee des NLPs dar. NLP-Techniken unterschiedlicher Art wurden nach Modelling entwickelt, damit der Mensch auf die gleiche Weise, wie es auch schon Vorgänger von ihm getan haben, seine versteckten Ressourcen nutzen und die Kommunikation optimieren kann. Des Weiteren werden NLP-Formate im Zuge von Therapien angewendet und sollen die Verhaltensweisen und die Kommunikation der zu behandelnden Patienten Schritt für Schritt verändern.

Um die Fertigkeiten des NLPs in jeder Situation anwenden zu können, nützt es also, verschiedene Techniken und den Umgang mit jenen zu lernen. Im Rahmen von Übungen zu zweit oder in einer Übungsgruppe können wirksame Techniken des Neuro-linguistic Programmings in ihrer Anwendung gefestigt werden. Im Folgenden werden fünf NLP-Techniken vorgestellt:

1. Ankern

Auch wenn Sie vom Ankern noch nicht gehört haben, haben Sie diese NLP-Technik bestimmt schon einmal angewandt. Jeder von uns verknüpft einen Reiz von außen mit einer bestimmten Reaktion – manchmal auch dauerhaft. Bei einer Phobie wird zum Beispiel bereits das Gespräch vom gefürchteten Objekt Angst bei der entsprechenden Person auslösen. Eine Reaktion kann also vom dazugehörenden Reiz ausgelöst werden. Jeder Reiz kann somit zu einem Anker gemacht werden und sich tief im Unterbewusstsein festsetzen. Dabei kann jeder unserer fünf Sinne von einem Anker betroffen sein (wir denken beim Geruch eines Parfums an unseren Freund; wir sehen leckere Kuchen und denken an unsere Oma).

Wir unterscheiden also folgende Anker:
• Auditiver / akustischer Anker: Musik, Stimmen
• Olfaktorischer Anker: Parfum, Geruch von Essen
• Visueller Anker: Gesichtsausdrücke, Logos
• Kinästhetischer Anker: Kleidung, Handschlag
• Gustatorischer Anker: Lieblingsgericht, Getränk

Anker können sehr gut dazu verwendet werden, negative Emotionen in positive umzuwandeln. In unangenehmen Situationen positive Gefühle zu erzeugen, ist folglich die Kunst des NLPs. Um einen unerwünschten, bereits gesetzten Anker aufzulösen, wird die Fast Phobia Cure angewandt. Dabei wird die zu behandelnde Person gebeten, ein positives Gefühl hervorzurufen. Der Anker wird, kurz bevor das positive Gefühl bei der Person die maximale Intensität erreicht, z.B. durch eine Berührung oder ein Geräusch gesetzt. Wird diese Aktion nun abermals durchgeführt, sollten diese positiven Gefühle erneut ausgelöst werden. Um auch in der Zukunft den Anker und damit die gewünschten Gefühle hervorrufen zu können, muss die Person bei der dritten Aktivierung nun eine Situation aufrufen, in der sie in Zukunft den Anker aktivieren will. Dabei unterscheidet man zwischen einem Selbstanker, dieser wird von uns selbst gesetzt, und einem Fremdanker, der von einer anderen Person gesetzt wird.

2. Augenzugangsbewegungen

Die Bewegungen unserer Augen werden nicht immer bewusst durchgeführt und können vieles über uns verraten. Je nachdem, ob unser Blick nach oben, unten, links oder rechts wandert, denken wir an etwas anderes. Diese neurophysiologische Reaktion kann also zeigen, über was Personen nachdenken, ob sie lügen oder ob sie sich wohl fühlen.

Generell gelten folgende Annahmen für normal organisierte Rechtshänder:
• Genereller Blick nach oben: visuell
• Blick nach oben links: visuell erinnert (Welche Farbe hat deine Katze?)
• Blick nach oben rechts: visuell konstruiert (Stell dir ein Haus vor.)
• Genereller Blick nach unten: kinästhetisch
• Blick nach unten links: innerer Dialog
• Blick nach unten rechts: Gefühlsinhalte
• Genereller Blick nach links und rechts: auditorisch
• Blick nach links: auditiv erinnern (Wie hört sich die Stimme deiner Mutter an?)
• Blick nach rechts: auditiv konstruiert (Wie würde sich das Geräusch in einer Halle anhören?)
• Blick geradeaus: betrachten

Dabei ist jedoch zu beachten, dass es sich bei den Verbindungen zwischen Blickrichtungen und Gedanken um Verallgemeinerungen handelt. Bei Linkshändern kann die Blickrichtung zum Beispiel vertauscht sein. Des Weiteren muss der Befragte nicht unbedingt an die Antwort denken, um seine Augen zu bewegen, sondern kann sich auf ein ganz anderes Thema konzentrieren. Generell gilt bei den Augenzugangsbewegungen zudem, dass sie zeigen können wie eine Person denkt, jedoch nicht was sie denkt.

3. Swish-Technik

Als eine der bekanntesten Techniken im NLP ist die Switch-Technik sehr beliebt und einfach sowie schnell zu erlernen. Jeder von uns hat lästige Gewohnheiten, wie zum Beispiel das Rauchen, ungesundes Essen oder Nägelkauen. Mit Hilfe der Swish-Technik (dt.: „wischen“) sollen diese negativen Gewohnheiten abgelegt oder wortwörtlich „weggewischt“ werden. Während das negative Verhalten verschwindet, soll an dieser Stelle positives Verhalten entstehen. So können wir unser Verhalten nachhaltig verbessern.

Standard-Swish: Bei der Standard-Swish Technik muss sich der Anwender zwei Bilder vorstellen: das negative und das positive Verhalten, welches das negative ersetzen soll. Das negative Verhalten, dargestellt als unerwünschtes Bild, wird kleiner, dunkler und entfernt sich weiter von der Person weg, während das bevorzugte Verhalten klarer und größer wird sowie näher kommt. Dieser Vorgang soll mit einer kleinen Pause zwischen den Durchgängen so oft wiederholt werden, bis sich das gewünschte Verhalten im Kopf festigt. Bei der Findung eines positiven Bildes, welches das negative ersetzen sollte, hilft die Beantwortung der Frage: „Von was will ich angezogen werden?“. Es nützt auch, wenn wir uns als positives Bild unser Aussehen ohne z.B. Zigaretten vorstellen.

5. B.A.G.E.L.-Kommunikationsmodell

Das B.A.G.E.L.-Modell wurde von Robert Dilts entwickelt und fokussiert sich auf äußerlich erkennbare Signale, die im Zuge der Kommunikation vom Gegenüber wahrgenommen werden können.

Das Wort B.A.G.E.L. entsteht durch die Abkürzung der Wörter
B: Body Posture (Körperhaltung)
A: Accessing Cues (Zugangshinweise)
G: Gestures (Gestik)
E: Eye movements (Augenbewegung)
L: Language Patterns (Sprachmuster)

Physische Prozesse (unser Verhalten) unterstreichen mentale Vorgänge, weshalb diese Prozesse auch auf das innere Vorgehen einer Person schließen lassen. Im Zuge der Kommunikation sind also alle Repräsentationssysteme des Körpers zu beachten. Der Mensch soll in seiner Gesamtheit betrachtet werden.

Das B.A.G.E.L.-Modell hilft uns bei der Kalibrierung. Unter Kalibrierung versteht man die Erkennung des inneren Zustandes des Gegenübers durch die Wahrnehmung von nonverbalen Signalen oder Sprachmustern. Man kann zum Beispiel festlegen, dass visuell repräsentierende Menschen über eine aufrechte Körperhaltung verfügen, während kinästhetisch repräsentierende sich nach vorne beugen und eine tiefe Atmung aufweisen.

6. Six-Step-Reframing

Ein weiteres, sehr bekanntes NLP-Interventionsmodell ist das Six-Step-Reframing, welches darauf abzielt, unerwünschte Verhaltensgewohnheiten aufzudecken und zu verändern. Wie es der Name schon verrät, besteht diese NLP-Technik aus sechs Schritten, die jedoch flexibel ausgeweitet und auch in neun Schritte umgewandelt werden kann. Als besonders wirkungsvoll stellt sich das Six-Step-Reframing dann heraus, wenn psychosomatische Symptome auftreten, deren Herkunft man absolut nicht nachvollziehen kann. Denn diese NLP-Methode basiert auf der Annahme, dass es bestimmte Teile in uns gibt, die negatives Verhalten auslösen. Das negative Verhalten hat deshalb seinen Sinn. Das Six-Step-Reframing soll diesem Sinn und dem daraus entstandenen negativen Verhalten auf den Grund gehen. Von Bandler und Ginder entwickelt soll diese NLP-Technik Teile der Hypnose zur Lösung eines Problems nutzen.

Die sechs Schritte des Modells werden wie folgt abgearbeitet:

1. Das Problem wird identifiziert
Das Problem, welches das negative Verhalten auslöst, muss zu Beginn erst einmal identifiziert werden. Fragen wie „Was ist das Problem und was tut es?“ helfen bei der Findung des noch unbekannten Problems. Es ist nützlich, das Problem, also den Teil, der das negative Verhalten verursacht, mit einem neutralen Namen zu benennen. Des Weiteren kann hinterfragt werden, ob der Teil weiblich oder männlich ist und wie er aussieht. Dazu kann man kurz in Trance (Selbsthypnose) gehen, um das ausgelöste Verhalten genau zu definieren.

2. Kontakt aufnehmen
Im zweiten Schritt des Six-Step-Modells wird der nun bekannte Teil begrüßt. Die Frage „Bist du bereit im Hier und Jetzt mit mir zu kommunizieren?“ wird ans Innere gestellt. Danach soll die Person auf Signale des Körpers achten, welche auditiv, visuell oder kinästhetisch sein können.

3. Positive Absichten finden
Dem Teil wird nun die Frage gestellt: „Hast du eine positive Absicht und wenn ja, verrätst du mir, wie sie lautet?“ Des Weiteren wird der Teil gefragt: „Bist du bereit neue Wege des Verhaltens zu versuchen, die diese positive Absicht auch erfüllt?“ Nach dieser Befragung ist es wichtig, sich bei dem Teil des Inneren zu bedanken, der befragt wurde.

4. Kreativen Teil inkludieren und neue Wege ausprobieren
Nun kommt der kreative Teil ins Spiel. Er wird begrüßt und gebeten, mit dem verhaltensauslösenden Teil Kontakt aufzunehmen. Ist dies geschehen, so bietet der kreative Teil dem verhaltensauslösenden Teil einige Verhaltensalternativen. Dieser stoppt diese Vorschläge, nachdem er drei gute gehört hat. Sobald eine Zeitspanne für das Ausprobieren der Verhaltensmöglichkeiten festgelegt wurde, bedankt sich die Person.

5. Teilekonferenz
Zum Schluss fragt die Person ins Innere, ob es noch Teile gibt, die zur Problemlösung beitragen oder etwas gegen die Lösung einwenden wollen. Sollten einige Teile nicht mit der Lösung zufrieden sein, so werden neue Wege gesucht. Auch bei diesen Teilen sollte die Person sich bedanken.

6. Vereinbarung
Nun wird vereinbart, dass der verhaltensauslösende Teil die neuen Verhaltensmöglichkeiten genauso gut vertritt, wie er zuvor auch die negativen Verhaltensweisen vertreten hat.

Neben diesen fünf genannten NLP-Techniken bestehen unzählige weitere Modelle, um in jeder Situation vom Neurolinguistischen Programmieren zu profitieren. Je mehr Techniken uns bekannt sind, desto besser können wir diese in der richtigen Situation anwenden.

NLP – Ausbildung

Ausbildungen rund um NLP unterscheiden sich in ihrer Regelung national und international. National sowie international haben sich bereits viele Verbände und Vereinigungen etabliert, die genaue Ausbildungsrichtlinien für NLP-Trainer festlegen. Diese Ausbildungsrichtlinien legen die Dauer, die Inhalte, die Qualifikation des Teilnehmers und die Testkriterien fest. In Deutschland nennt sich einer dieser Verbände DVNLP, Deutscher Verband für Neurolinguistisches Programmieren. Bei Interesse an einer Ausbildung im Neurolinguistischen Programmieren in Deutschland ist es deshalb sehr zu empfehlen, diese bei einem vom DVNLP zertifizierten Trainer zu absolvieren. Hier können Interessenten sichergehen, dass sich der Trainer oder Coach einheitlichen Ausbildungsstandards unter hohen Qualitätsansprüchen unterzogen hat.

Eine Ausbildung im Bereich NLP kann von einem Informationsabend bis hin zur Fachausbildung reichen. Meist gliedert sich letztere, intensive Ausbildung in viele Module. Diese Module können in verschiedenen Verbänden gleich benannt sein:
• NLP-Practitioner (Zertifizierung vom DVNLP möglich)
• NLP-Master (erfahrener Trainer)
• NLP-Coach
• NLP-Trainer (abgeschlossene Trainerausbildung
• Lehrtrainer (Zulassung zur Durchführung von NLP-Ausbildungen)

Der DVNLP – Deutscher Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren

1996 gegründet, entstand der Interessenverband der NLP-Trainer und NLP-Anwender aus der GANLP (German Association of Neurolinguistic Programming). Der Gründungsvorstand bestand aus Bert Feustel, Dr. Gundl Kutschera und Thies Stahl. Der DVNLP zählt bereits 2000 Mitglieder und stellt folglich den größten NLP-Verband in Europa dar. Des Weiteren stellt der DVNLP das bedeutendste Zertifikat im deutschsprachigen Raum aus. Jedoch bleibt zu bedenken, dass einige NLP-Trainer bereits vor der Formulierung dieser Kriterien praktiziert haben und diese somit nur zum Teil oder auch in keinem Fall erfüllen. Die Sicherung der Qualitätsstandards von NLP-Ausbildungen, die Schaffung einer Gemeinschaft in der sich Mitglieder austauschen können, die Weiterentwicklung und die Bekanntmachung von NLP sind die Hauptaufgaben des DVNLP. Die bereits zu Beginn festgelegt Vision, nämlich einen starken Verband aus NLP-Anwendern zu schaffen, wurde somit erreicht. Der Sitz des DVNLP ist in Berlin.

Es gibt im deutschsprachigen Raum mehrere weitere NLP-Trainer-Zusammenschlüsse, die durch ein gemeinsames Anliegen verbunden sind. Die Vision des DVNLP z.B. besagt, dass jedes Mitglied bestens darin unterstützt werden soll, eigene Visionen zu verwirklichen und Fähigkeiten optimal einzusetzen.

Kritik an NLP

Wie viele andere Methoden und Modelle zur Verbesserung der Lebensqualität steht auch NLP im Kreuzfeuer der Kritik. Kaum eine Methode zur Verbesserung der menschlichen Psyche ist in den letzten Jahren stärker diskutiert worden als NLP. Kritik entwickelt sich vor allem aus voreiligen Assoziationen, Unkenntnis oder negativen Erfahrungen. Ein zentraler Kritikpunkt ist zudem, dass NLP nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und deshalb auch als Pseudowissenschaft bezeichnet wird. Unterschiedliche Kritiker behaupten sogar, dass NLP durch wissenschaftliche Untersuchungen widerlegt werden kann. Dazu kommt, dass sich NLP bereits ab seiner Entwicklung verselbstständigt hat und hunderte Publikationen diesbezüglich veröffentlicht wurden. Verschiedene Autoren haben sich dem Thema zugewandt und eigene Methoden kreiert, die sie in die „NLP-Truhe“ geworfen haben. Dabei wurden esoterische Lehren und Ideologien mit NLP vermischt, wodurch es Interessenten schwer fällt, diese auseinander zu halten. Auch das gegenseitige Übernehmen von Theorien wird kritisiert.

Des Weiteren wird die anfangs durchgeführte Erforschung von NLP kritisch beäugt. Dazu wurden lediglich erfolgreiche Therapeuten untersucht. Es gab somit keine Kontrollgruppe, die die gewonnenen Fakten widerlegen konnte.

Die Technik von NLP wird von strengen Kritikern mit jener einer Sekte verglichen. Auch hier wird der Bruch vom alten Leben gefordert, Menschen werden beeinflusst und manchen Personen übernatürliche Kräfte zugeschrieben. Durch die auf NLP basierende, wirkungsvolle Kommunikation und die Offensive nach außen schaffen es Sektenmitglieder unter Kontrolle zu halten.

Allgemein wird von kritischen Außenstehenden behauptet, dass das Neurolinguistische Programmieren nur eine Mischung aus bereits existierenden Therapieformen ist. Des Weiteren wird befürchtet, dass der Gesprächspartner mit NLP-Techniken manipuliert werden kann.

Schlusswort

NLP ist eine Technik, die uns helfen soll, unsere zwischenmenschliche Kommunikation zu verbessern und unser Erleben im positiven Sinne zu verändern. Von Bandler und Grinder untersucht, hat sich NLP immer weiterentwickelt und verzeichnet weltweit große Beliebtheit. Im Privatleben sowie im Beruf angewendet, soll es uns helfen, Verhaltensweisen anderer zu verstehen, richtig zu Handeln und unser eigenes Potenzial optimal auszuschöpfen.

NLP wird von vielen Seiten gelobt, aber auch kritisiert. Als nicht wissenschaftlich bewiesenes Modell, wird das Neurolinguistische Programmieren kritisch beäugt. Nach wie vor findet es jedoch von vielen Seiten Anklang und wird in unterschiedlichen Bereichen unseres Lebens (meist auch unbewusst) angewandt.

Copyright Hinweis: © fotolia.com/Tim, kasto, fotogestoeber

Veröffentlicht von
Mehr von Julian

Vortrag halten – Der einfache Weg zum begeisternden Vortrag

Viele von uns kennen die Situation und mindestens genauso viele haben sich mit...
weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.