Killerphrasen – Kontern gegen das Totschlagargument

Killerphrasen

Killerphrasen kommen häufig im Vertrieb vor und können nicht nur verletzend und ärgerlich sein, sondern durchaus das gesamte Konzept durcheinanderbringen. Dies ist in den meisten Fällen natürlich genau der Zweck der Killerphrasen. Die Killerphrasen Liste mit Phrasen, die beispielhaft sind, würde vermutlich endlos lang sein. Aber keine Sorge, denn es gibt Killerphrasen Übungen, mit welchen Sie lernen, gegen Killerphrasen und das Totschlagargument hervorragend kontern zu können. Eine gezielte Argumentation gegen solche Phrasen kann Ihnen selbst und Ihrem Unternehmen auch dazu verhelfen, zielgerichtet mehr potentielle Kunden erreichen zu können. Wie das möglich ist erfahren Sie im folgenden Artikel.

Killerphrasen Liste: Was ist eine Killerphrase?

 
Eine Killerphrase ähnelt dem Totschlagargument nicht nur hinsichtlich des Wortlautes. Killerphrasen fehlt es an argumentativen Schein, während ein Totschlagargument ganz einfach ein Scheinargument ist. In der Praxis sind die beiden Begriffe jedoch nur schwer zu unterscheiden. Dennoch gibt es eine Möglichkeit, wie Sie die beiden sicher voneinander unterscheiden können. Während sich die Killerphrase durch einen direkten Angriff auf den Gesprächspartner auszeichnet, bei welchem das Gesagte überhaupt keinen inhaltlichen Bezug besitzt, wirkt das Totschlagargument zumindest auf den ersten Blick so, als würde sich das Gesagte inhaltlich auf das Thema des Gesprächspartners beziehen. In der Praxis werden beide Begriffe in der Regel synonym verwendet.

Eine Killerphrase ist ganz klar ein rhetorischer Kniff und hat nichts Konstruktives am Gespräch beizutragen. Häufig zielen Killerphrasen vielmehr auf die Person als auf die jeweilige Sache ab. Die KillerphrasenListe ist dementsprechend lang. Beispiele können jedoch Sätze und Aussagen wie „Da können Sie nicht mitreden“, „Sie haben ja keine Ahnung“, „Sie müssen noch viel lernen“, „Machen Sie sich doch nicht lächerlich“ oder „Das gehört nicht hierher“ sein. Auch Frauen haben immer wieder mit verletzenden Killerphrasen zu kämpfen, die dann häufig auf hormonelle Schwankungen oder sexuelle Abstinenz anspielen und somit deutlich unter die Gürtellinie gehen.

Welchen Zweck verfolgen Killerphrasen?

Das einzige Ziel, welches eine Killerphrase oder ein Totschlagargument verfolgen, ist es, den Gesprächspartner mundtot zu machen. Die andere Person wird der Lächerlichkeit preisgegeben und vollkommen aus ihrem Konzept gebracht. Fatal ist dies natürlich insbesondere in wichtigen Meetings. Killerphrasen wirken sich jedoch nicht nur auf die einzelne Person negativ aus, sondern führen in der Regel dazu, dass auch alle anderen Teilnehmer des Meetings gehemmt werden.

Um zielgerichteter und effektiver arbeiten zu können, ist eine Argumentation gegen solche Killerphrasen für Sie als Unternehmen besonders wichtig. Killerphrasen sind nicht konstruktiv und können auch dazu führen, dass potentielle Kunden abgeschreckt werden – mal ganz davon abgesehen, dass Killerphrasen auch für sensible Menschen extreme Nachwirkungen mit sich bringen können. Dementsprechend führt das Totschlagargument für einen spärlichen Input, was vor allem beim Brainstorming fatale Auswirkungen hat.

Killerphrasen Übungen: Mehr Kunden durch eine gezielte Argumentation gegen Killerphrasen

Wenn auch Sie gezielt mehr potentielle Kunden erreichen wollen, sollten Sie gezielt gegen Killerphrasen und gegen das Totschlagargument kontern. Um dies erreichen zu können, gibt es spezielle Killerphrasen Übungen, die vermutlich nicht von heute auf morgen funktionieren, dennoch langfristig effektiv sind. Kommt es zu einer Situation, in welcher Killerphrasen angewendet werden, ist schnelles Handeln gefragt. Häufig fallen vielleicht auch Ihnen die passenden Formulierungen erst im Nachhinein ein. Grundsätzlich gibt es einige Methoden für die Killerphrasen Übungen.

1. Fragen Sie nach!

Versuchen Sie, die Killerphrase als Frage umzudrehen und dabei den Sinn absichtlich falsch wiedergeben und das Gesagte im Anschluss daran zu widerlegen. Eine weitere Variante wäre, dass Sie Ihren Gesprächspartner bitten, das Gesagte zu konkretisieren. Antworten Sie mit einer Gegenfrage, locken Sie ihn aus der Reserve. Kommt Ihnen beispielsweise die Killerphrase „Das klappt sowieso nicht“ entgegen, können Sie es gezielt mit „Wo sehen Sie die Schwierigkeiten? Was spricht dagegen?“ versuchen und auf diese Weise effektiv handeln.

2. Die Sachebene

Handelt es sich um Killerphrasen, die rein gar nichts mit der Thematik zu tun haben, sondern schlicht angreifend sind, sollten Sie den Gegner direkt damit konfrontieren, um sachlich zu bleiben. Bei Killerphrasen wie „Typisch Frau, typisch…“ sollten Sie beispielsweise mit „Was hat mein Geschlecht/meine Herkunft usw. damit zu tun?“ antworten. Hierbei handelt es sich ganz klar um ein Totschlagargument, das verletzend und in keinster Weise effektiv ist.

3. Die Falschinterpretation

Bei dieser Methode können Sie eine Killerphrase Ihres Gegenübers absichtlich falsch interpretieren. Achten Sie darauf, Ihre Aussage im Anschluss daran zu widerlegen. Wenn die Killerphrase beispielsweise „Das funktioniert eh nie“ lautet, können Sie mit „Da haben Sie recht, auf diese Weise funktioniert es nicht. Aus diesem Grund möchte ich versuchen…“.

Neue Kunden mit der zielgerichteten Argumentation

Zwar fällt es nicht immer leicht, mit Killerphrasen umzugehen, dennoch verhilft eine gezielte Argumentation gegen sie insbesondere im Vertrieb dazu, gezielt potentielle Kunden gewinnen zu können. Reagieren Sie verunsichert oder gekränkt, ist Ihr Vorschlag im Meeting schnell vom Tisch und Ihr Gesprächspartner wird sich bestätigt fühlen. Somit erzielen Sie dementsprechend keinen Erfolg. Auch eine wütende Reaktion ist nicht zielführend. Dies ermöglicht Ihrem Gesprächspartner lediglich, eine weitere Killerphrase anzuwenden. Zudem schaffen Sie so Konfrontationssituationen, die im Business-Kontext nie zielführend sind und Ihnen schon gar nicht dazu verhelfen, neue Kunden zu erreichen.

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