The German Dream: Vom Tellerwäscher zum Millionär

Millionär werden in Deutschland

Jeder kennt sie, jene Sätze die von den Möglichkeiten in den USA sprechen. „The American Dream“ beschreibt den Wunsch etwas zu erreichen, erfolgreich zu werden und ein gutes Leben zu führen. Doch geht das auch in Deutschland? Hat man hier die selben Möglichkeiten, durch harte Arbeit zum Millionär zu werden?

Gründen in Deutschland

Die reine Anmeldung einer Selbstständigkeit ist innerhalb von 10 Minuten erledigt. Kurz zum Rathaus oder Gewerbeamt  gegangen, einen Schrieb ausgefüllt und zwischen 25 und 45€ gelöhnt, schon hat man eine Gewerbeanmeldung und darf sich offiziell als Selbstständiger bezeichnen. Der Start ist also, ähnlich wie in den USA, ohne große Anstrengungen zu meistern.

Im Vorfeld der Selbstständigkeit hat man die Möglichkeit, viele Informationen zum angestrebten Unternehmen zu erhalten. Das Internet steckt voll mit interessanten Details zur Gründung, Leitung und Expansion von Unternehmen aller Art. Ganz egal ob Restaurant, Vertriebsorganisation oder Handwerk, du findest mit Sicherheit reichlich Erfahrungswerte für deine Branche.

Mal angenommen du möchtest Gastronom werden. Von der Wahl der genauen Geschäftsbezeichnung, über die Berechnung der zu zahlenden Konzession für 150 qm, bis zur Lohnabrechnung der Mitarbeiter kannst du alles online finden. Selbstverständlich gehört ein wenig Geschick dazu, die sinnvollen, von den weniger sinnvollen Informationen zu trennen, aber nach kurzer Zeit sollte dies jedem gelingen.

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Dieser sprichwörtliche Ausdruck steht wie kein anderer dafür, dass man es schaffen kann, ohne jedes Startkapital reich und erfolgreich zu werden. In den USA, als Teil der Unabhängigkeitserklärung fest in den Köpfen der Menschen verwurzelt, veranlasst es seit Jahrzehnten auch Deutsche dazu in die USA auszuwandern. Doch ist es dort einfacher ohne Kapital erfolgreich zu werden als in Deutschland?

Meiner Ansicht nach ein ganz klares NEIN! Bedenkt man die Masse der Menschen, die es in Deutschland geschafft haben, aber aus armen oder wenig vermögenden Familien kommen. In Deutschland leben rund 825.000 Millionäre, rein rechnerisch also nahezu jeder Zehnte! Betrachtet man es ganz nüchtern, fällt einem eines auf: Der Deutsche (Sammelbegriff) berichtet nicht gern positiv, über den Erfolg eines Anderen…

In Deutschland lebt eine Menge an wohlhabenden Menschen, nur ist es verpönt darüber zu berichten bzw. wird es ungern gesehen, wenn diese Personen ihren Reichtum zeigen. Es wird also allein durch die mediale Verbreitung der Geschichte von Selfmade Millionären in Deutschland der Eindruck vermittelt, dass man es nicht so ohne weiteres aus eigenen Stücken schaffen kann. Bill Gates ist allen ein Begriff, aber Hasso Plattner (einer der Gründer von SAP) könnte aller Wahrscheinlichkeit nach, trotz seiner Milliarden an Privatvermögen, beim Bäcker vor einem stehen und niemand würde es bemerken.

Dort kann ich alles werden, egal was ich gelernt habe

In Deutschland ist es wichtig eine abgeschlossene Ausbildung, ein Studium und reichlich Berufserfahrung vorzuweisen um wirklich erfolgreich zu werden„, soweit die allgemeine Haltung der Deutschen. Dies ist in den USA anders, dort kann es jeder schaffen, hört man immer wieder. Bestimmt auch einer der Gründe, warum RTL 2 nun versucht die vollkommen bescheuerte Familie Liebisch dort unterzubringen.

Einer der bekanntesten Beweise dafür, dass es auch in Deutschland möglich ist ohne besondere Ausbildung etwas zu erreichen ist Robert Geiss. Mittlerweile in jeder zweiten Samstagabendshow auf dem Sofa anzutreffen, hat er es in jungen Jahren geschafft mit einem durchschnittlichen Hauptschulabschluss ein Unternehmen aufzubauen, welches ihm noch heute, knapp 20 Jahre nach Verkauf der Firma, einen Lebensstil ermöglicht von dem die meisten Menschen nur träumen können.

Fazit

Die Unterschiede in den Möglichkeiten der USA und Deutschlands liegen nahezu bei null. Mit Sicherheit kann nur gesagt werden, dass man es nur schafft wenn man hart arbeitet, weiter denkt als der Rest und bereit ist Risiken einzugehen. Außerdem ist es auch möglich den amerikanischen Markt zu beherrschen, ohne dorthin auszuwandern.

In diesem Sinne, tu es einfach…

Copyright Hinweis: © Depositphotos.com/littleny

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1 Kommentar

  • Schöner Bericht. Ich persönlich glaube auch nicht an das „American Dream“ Mediengeschwafel. Im TV werden vielleicht 2-3 Leute gezeigt, die es tatsächlich mal geschafft haben, in Amerika erfolgreich zu werden. Die anderen tausende Menschen, die gescheitert sind, werden natürlich nicht gezeigt. So läuft das aber auch in Deutschland. Der eine schafft es, die Erfolgsleiter zu erklimmen, der andere eben nicht. Ich schätze die Verhältnisse in jeden Land gleich ein. Hast du eine gute Idee, dann wirst du die Loorbeeren ernten, hast du eine Idee, die jemand anderes schon verwirklicht hat, wirst du scheitern.

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